Freiwilligenarbeit in einer lokalen Suppenküche

Das Projekt wurde 1994 von jungen Müttern und Lehrern aus dem Viertel Villa 21 (Barracas) ins Leben gerufen. Villa 21 ist ein Elendsviertel am südlichen Stadtrand von Buenos Aires. In dem Viertel herrschen ausgesprochen problematische Zustände: es gibt keine asphaltierten Straßen, Kanalisation und Wasserleitungen, die Wohnhäuser gleichen baufälligen Hütten und verfügen über kein fließend Wasser. Hinzu kommen gravierende gesundheitliche Probleme für die Bewohner, da das Viertel an einem hochgradig verschmutzten Fluss liegt. Gerade bei den Kindern machen sich Atemwegs- sowie Magen-Darmerkrankungen bemerkbar.

Mehr als 50 Menschen besuchen tagtäglich die Suppenküche der Nachbarschaft, um eine warme Mahlzeit zu bekommen. Der Comedor bietet ihnen nicht nur ein warmes Essen, sondern ist auch ein sozialer Treffpunkt für die Gemeinschaft.

Ebenso können Jugendliche hier Nachhilfe nehmen, sollten freiwillige Lehrer verfügbar sein.

Aufgaben der Freiwilligen

  • Hilf bei der Zubereitung des Mittagessens und lerne die Rezepte einfacher, regionaler Gerichte kennen.
  • Hilf beim Tischdecken und Servieren der Mahlzeiten und Getränke sowie beim Abwasch.
  • Das Programm bietet dir die Möglichkeit, dich mit den Einheimischen auszutauschen und deine Spanischkenntnisse zu verbessern. 
  • Sollte Interesse bestehen, kannst du den Jugendlichen Nachhilfe geben (vorausgesetzt du besitzt gute bis sehr gute Spanischkenntnisse).

Verfügbarkeit

Montag bis Freitag von 9:00 bis 14:00 Uhr, an drei bis vier Tagen die Woche.

Das Projekt ist in den Monaten Dezember und Januar nicht verfügbar.

Programmkoordinator

Lucia ist die Direktorin des Zentrums und leitet gemeinsam mit anderen Frauen aus der Nachbarschaft dessen Kantine. Sie helfen dir, dich in der Küche zurechtzufinden und unterstützen dich bei deinen Aufgaben.

Es wird viel Wert auf Teamarbeit gelegt und die Köchinnen sind immer ganz besonders aufgeregt, wenn Freiwillige zum Helfen kommen und sie ihnen etwas von ihrer Kultur zeigen können.

Erforderliches Sprachniveau

Anfänger (A1-A2)

Mindestaufenthalt

4 Wochen

Wichtige Hinweise

Die Kantine ist der beste Ort, um Spanisch zu lernen. In entspannter Atmosphäre wird gekocht und erzählt. Die Freiwilligen tauschen sich mit den einzelnen Mitgliedern aus und lernen deren Lebensgeschichte kennen. Die Küchenarbeit erfordert viel Eigeninitiative und es ist sehr wichtig Interesse am Lernen zu zeigen.

Die Köchinnen verbringen viele Stunden in der Küche und haben das Gefühl, manchmal nur in diesem Bereich gebraucht zu werden. Die Anwesenheit der Freiwilligen bringt frischen Wind in den Arbeitsalltag und die Köchinnen freuen sich darüber, ihnen etwas von ihrer Kultur und Sprache beibringen zu können.

Einsatzort und erster Arbeitstag

Das Zentrum befindet sich im Stadtteil Barracas (Villa 21), nur 20 Minuten vom Stadtkern entfernt. Es ist sehr einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus) zu erreichen.

 

An deinem ersten Arbeitstag lernst du die Räumlichkeiten und die Mitarbeiter kennen. In einem Gespräch mit dem Projektleiter werden gegenseitige Erwartungen erläutert sowie die Arbeitstage und -zeiten festgelegt.

Gelesen 2283 mal Letzte Änderung am 2018-08-01
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