Reviews from Past Volunteers

Reviews from Past Volunteers (225)

Rikke Olsen, volunteer in a kindergarten: "I will never forget those hugs..."

By Federica Pisi  

Name: Rikke Olsen

Nationality: Danish                                                                             

Occupation: Student

Volunteering period: 8 weeks (7 weeks)

email: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.  

What made you want to apply to volunteer and in particular for the kindergarten? I wanted to have a holiday where I could dedicate my time to doing something for others, and to understand how everything works in jobs in Argentina. I choose the kindergarten because I have little knowledge of Spanish and I know the children of kindergarten have support from their families, and so I wouldn’t be too heart broken when I left.  

How would you describe the project and your job and tasks? The project works like a normal kindergarten. The idea is to help the parents during the day, so they can go to work while their kids are being looked after. I had to help the teachers/señoras to do their daily tasks: giving food to the children, making sure that they share the toys they are given, cleaning up after a full day of playing and learning.

What are some of the best moments around the project and what have you learnt? Some of the best moments are definitely when the kids show you affection, when they run in to your arms and give you the biggest hug – I will never forget those hugs. But also when they just look at you and smile, even though you did not say anything to them, but you know that they are happy. I have learned many things about the Argentinian culture for sure! I learned how “easy” it is to make things happen, if you just believe it and have the courage to fulfil your dreams. Travesuras has grown so fast in the two years it went from having only one room, to having 4 rooms and a beautiful yard outside with toys for the children.  

Do you have any suggestions or recommendations to look forward to for any volunteers that will be taking part in the same project? What matters is not how well organized or structured the projects are. You have to realize that volunteering in the kindergarten is very different from European life. You are there to help the teachers and have fun with the kids. Your time here is in my opinion, not enough to completely transform the lives of the children, but rather you can make a difference by simply being there and helping out. So go in to the project with the least expectations and you will be amazed! Travesuras is a lovely place for children, with a lovely group people :)

Erfahrungen und Erfolge im Gemeindezentrum - Volunteer Stefi Seitz im Interview

Von Andrew Furness. Übersetzt von Lisa Kretschmer.

Im Oktober kam Stefi Seitz von Dresden nach Buenos Aires. Im Moment ist sie als Volunteer mit am längsten bei Voluntario Global dabei. In wenigen Wochen geht es wieder heimwäts. Zeit für einen persönlichen Blick zurück auf ihre Arbeit und Erfahrungen im Gemeindezentrum “Los Pibes”.

 Warum hast du dich gerade dafür entschieden dich für das “Los Pibes”-Gemeindezentrum zu bewerben?

Von Anfang an wollte ich in Argentinien Englisch unterrichten. Dank Voluntario Global habe ich erfahren, dass zwei Monate meines Aufenthalts hier in die Schulferien fallen würden. Los Pibes war die perfekte Alternative: Hier kann ich, wenn Bedarf besteht, Englisch unterrichten und an den restlichen Tagen die Schule in anderen Bereichen unterstützen. In Los Pibes wird den Gemeindebewohnen über den Englischunterricht hinaus viel geboten, was meine Arbeit besonders abwechslungsreich machte.

Wie lange bist du schon hier und welche Eindrücke und Erfahrungen waren im Gemeindezentrum am eindrucksvollsten?

Oh, das ist schwer! Ich bin nun schon seit vier Monaten in Buenos Aires und arbeite seitdem sowohl als Englischlehrerin und als auch  für die Schulverwaltung. Darüber hinaus ist aber so viel mehr passiert! Ich habe das Gefühl mittlerweile wirklich im Zentrum angekommen zu sein und eine Verbindung zu den Familien in “Los Pibes” aufgebaut zu haben -  weil wir gemeinsam viel unternommen haben.

Außerhalb des Zentrums gibt es beispielsweise eine Mauer, die lokale Künstler, die Mitarbeiter aus dem Zentrum, Kinder und wir Freiwilligenhelfer zusammen bemalt haben. Von mir stammt ein Mate-Becher.

Ein anderes Beispiel sind die Kurse, die in der Bäckerei hier stattgefunden haben. Wir lernten Medialunas und Empanadas selbst zu backen, was unglaublich Spaß gemacht hat.

Der wahrscheinlich emotionalste Tag war jedoch, als wir die offizielle Namensänderung des Zentrums feierten. Wir haben ein Video über die Geschichte und die Entwicklung der Organisation geschaut und am Ende begannen alle zu singen und zu tanzen – die Stimmung war wie auf einem Familienfest.

[caption id="attachment_1661" align="aligncenter" width="225"] Mit dem "Tattoo" einer argentinischen Mate-Teetasse zeigt Stefi ihre Begeisterung für Voluntario Global[/caption]

Arbeitstechnisch betrachtet finde ich es toll zu sehen, wie sich Schüler entwickelt haben, die ich auf ihre Prüfungen vorbereitet habe. Im Normalfall hat Berta mir gesagt, wo sie gerade Hilfe benötigt oder welche Kinder gerade Unterstützung bei ihren Hausaufgaben bräuchten. Wenn sie allerdings keine hatten, konnte ich mit ihnen spielen und beispielsweise Zeichnungen für eine Ausstellung im Gemeindezentrum anfertigen.

Mein Spanisch hat sich durch all diese Aufgaben unglaublich verbessert. Auch für die Volunteers, die anfangs aus Zeitgründen keinen Spanischkurs besuchen konnten, war die Arbeit in der Hinsicht definitiv hilfreich.

Wie ist das politische Klima in Los Pibes?

Es ist ohne Zweifel ein politisch ziemlich aktives Zentrum. Ich habe an einer Demonstration in der Nähe des Congreso teilgenommen, wo jeder mit “Los Pibes”-Fahnen auftauchte, um die Rechte eines Farmers zu unterstützen, der aufgrund von Regierungsentscheidungen von seinem Land vertrieben wurde. Es war gleichzeitig interessant und aufregend, Teil davon sein zu dürfen.

In “Los Pibes” finden auch jeden Monat politische Diskussionsrunden statt, in denen es darum geht, wie die Arbeit im Zentrum besser organisierten werden könnte und welches das gemeinsame Ziel des Zentrums ist. Bei diesen Treffen merkt man gut, für was und wo “Los Pibes” gerade steht.

Hast du Ratschlaege oder Anregungen, die du deinen Nachfolgern dort mit auf den Weg geben willst?

Ich denke, das Wichtigste ist die Offenheit, die einem dort entgegengebracht wird, zu schätzen und mit so vielen Menschen wie möglich im Gemeindezentrum zu reden. Auch wenn das Spanisch noch nicht so perfekt  sein sollte, lohnt es sich zumindest zu versuchen jeden kennenzulernen. Dann wird man automatisch überall miteinbezogen, sei es wie in meinem Fall in einen typisch argentinischen Backkurs und bei der Mauergestaltung.  In “Los Pibes” bekommt man keine Vorurteile zu spüren und wenn man mit der gleiche Einstellung an die Arbeit geht, ist das Einleben kein Problem. 

Stefi ist von ihrer Zeit in La Boca und vor allem von dem dort enstandenen “Gemeinschafts-, ja fast schon Familiengefuehl” begeistert. Mit dieser Empfindung ist sie nicht allein - sie lässt sich meiner Meinung nach auf viele Projekte von Voluntario Globals übertragen.

“Los Pibes” ist vielleicht das klarste Beispiel, wie Gemeindearbeit die Lebensbedingungen und den Zusammenhalt zwischen den Bewohnern eines Viertels zum Positiven verändern kann. Projekte wie der “Travesuras”-Kindergarten oder ein organischer Garten helfen dagegen eher indirekt benachteiligten Menschen und zeigen ihnen Lebenschancen auf. Viele Freiwillige von Voluntario Global haben auch aus dem Projekt “La Casa” von einem familienähnlichen Zusammenhalt berichtet.

Stefi hat es bereits erwähnt: “Los Pibes” ist ein breit aufgestelltes Zentrum, in dem vielfältige Aufgaben warten. Die compañeros betreiben eine Bäckerei, eine Suppenküche und eine Textilabteilung. Außerdem werden Boxtraining, Englischunterricht und Nachhilfe angeboten. Wenn Du also Stefis Rat befolgst und in den ersten Wochen offen auf die Menschen zugehst, dann kannst Du dich in La Boca überall einbringen.

Der vielleicht wichtigste Rat zum Schluss: Auch wenn es eine tolle Erfahrung ist, für einige Wochen im Zentrum zu arbeiten, so bekommt man das wahre Gemeindeleben erst nach einigen Monaten zu spüren und kann beobachten, wie sich die Menschen, mit denen man täglich zusammenarbeitet, weiterentwickeln. Das Erfolgsgefühl, das Stefi hatte, als sie durch Nachhilfeunterricht  einem Mädchen geholfen hat alle ihre drei Prüfungen zu bestehen, wünschen wir jedem ihrer Nachfolger in „Los Pibes“.

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