2016-12-19

Meine erste Woche in Buenos Aires mit Voluntario Global

geschrieben von Jiyan Erdogan
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Das erste Wort, das mir in den Sinn kommt wenn ich an meine erste Woche in Buenos Aires denke ist bereichernd! Bereichernd für meine Gedanken, Ansichtsweisen und Gefühle.

 

 

 

Mein Aufenthalt fing an mit einer sehr netten Aufnahme von Voluntario Global. In dieser anfangs erschreckend großen Stadt gab Voluntario Global mir den nötigen Halt. Alle Fragen die ich noch bezüglich meiner Arbeit in meinem Projekt, der Stadt oder meines Aufenthaltes hatte, konnten mir sofort beantwortet werden und damit ging es auch schon gleich los.

Als Teil des Kommunikationsteams habe ich das besondere Glück einen Blick in nahezu alle Projekte zu werfen, die mit Voluntario Global zusammenarbeiten. Das erste Projekt das ich besichtigen konnte war ein Kindergarten, in dem einige der freiwilligen arbeiten. Zu sehen wie sich die Kinder dort an die Freiwilligen gebunden fühlen war ganz besonders anzusehen. Sie sehen in den Freiwilligen einen Ansprechpartner, ein Vorbild, als auch einen Freund. Kinder haben die ganz besondere Eigenschaft, Menschen ohne jegliche Vorurteile oder Hintergedanken in ihr Herz zu schließen. Dies führte mir nochmals vor Augen, dass Erwachsene manchmal mehr von Kindern zu lernen haben als man denkt.

Ein ganz besonderes Erlebnis in meiner ersten Woche bei Voluntario Global war das Treffen mit nahezu allen Projektmitgliedern in Pacheco. Dort kamen Freiwillige, Mitarbeiter und Koordinatoren aus den unterschiedlichsten Projekten zusammen. Zu hören welche Erfahrungen diese Person mitbrachten war unglaublich interessant. Jeder Einzelne von ihnen nimmt auf unterschiedliche Weise an einem Projekt teil und jeder wird tagtäglich mit anderen Schwierigkeiten konfrontiert. Doch was alle diese Personen verbindet, ist ihr Bedürfnis zu helfen, zu verändern und einen Traum von Solidarität Wirklichkeit werden zu lassen. Und genau diese Menschen sind es, die Voluntario Global ausmachen und erhalten.

Jeder Einzelne aus diesem Team ist ein eigenes Individuum und hat seine eigenen Bedürfnisse und Träume. Doch alle haben sich dazu entschieden nicht nur sich selbst als Einzelperson zu betrachten, sondern über ihre eigene Komfortzone hinaus zudenken und anderen Menschen zu helfen. Dieses Treffen verschiedenster Individuen führte zu einem sehr belehrenden Austausch. Dies zeigte mir wieder einmal, dass Menschen so viel voneinander lernen können! Über sich selbst, über das was wir tun, was wir sind und was wir weitergeben können. "Dicutir es aprender" (diskutieren heißt lernen) sagte Jesica an diesem Tag und das trifft es genau! Unsere Erfahrungen machen uns aus und sie mit anderen zu teilen ist eine Bereicherung für jeden von uns. In der heutigen Welt, die von oberflächlichen Begegnungen und schnellem Wechsel gezeichnet ist, ist eine tiefgründige Unterhaltung genau das was wir jetzt brauchen. Jeder versucht das Beste in seinem Projekt zu geben und der Austausch mit anderen aus demselben Umfeld hilft uns noch besser darin zu werden. Abgesehen davon zeigte uns dieses Treffen, dass wir nicht alleine sind mit dem was wir tun und denken. Dies gibt uns allen das Gefühl von Gemeinsamkeit. 

Im Großen und Ganzen hat mich diese Woche bereits sehr weitergebracht in meiner Ansicht auf meinen Teil den ich für die Gemeinschaft beitrage. Außerdem hat diese Woche mich nochmal darin bestätigt, dass es genau das Richtige ist was ich tue und ich bin sehr gespannt darauf was mir die nächsten Wochen noch lehren werden!

Gelesen 1884 mal
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten
© Copyright 2016 luppino.com.ar